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Thoughts on Design
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Design-Gedanken
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Thoughts on Design

Inspiration

If you go through life with your eyes open, inspiration is everywhere; in nature in the environment and in all the small things of everyday life. However, it is essential to have open eyes and an open mind and to be sensitive to the aesthetic stimulae that confront us.

My former Professor, the sculptor Hans Joachim Albrecht once said to me: "These days nobody takes time to watch a leaf fall from a tree". This occupied my thoughts for some time. It is true, in our normal hectic routine many essential things are ignored or overlooked although we are surrounded by countless fascinating shapes and processes and it is only if we are receptive and prepared to look that we will truly be able to perceive. A stone, a shell, a piece of wood, a crystal, an ancient building, any on these things can provide inspiration for something completely different if only we are capable of seeing it.

Art and architecture also influence our tastes and prefences. I have been strongly influenced by the Bauhaus school. Basic geometric shapes form the foundation of my work and a stringent simplicity that forgoes any superfluous decoration reoccurs in all my products.

Design Process

It seldom occurs that I sit down with pencil and paper and try to design something. The design process usually sets in directly after the moment of inspiration - I see something (the source of inspiration) and - hey! - I have an idea. As this can happen anywhere, any time, I have an "ideas" book where I make a quick sketch. Later I sit down and work out the idea in detail.

I don't like to design on the computer. I find that an empty sheet of paper and a pencil allow more creative freedom. The two-dimensional design is quickly followed by a plaster model as I find it an important part of the design process to see and hold a three-dimensionalobject. Once the model ist perfected, I build a mold and slip-cast and fire the first prototypes. I find it challenging to experiment with the limits of porcelain as a material. Only when the prototype attains an optimal result do I send it off to be manufactured in series. This doesn't necessarily succeed first time off, more complex shapes often take two or three tries until they are perfected. This is why the development time for a porcelain product can take up to three months, sometimes even longer.

High aesthetic and functional qualities are imperative for me. There are so many so-called "designer" products on the market that may look hip but are completely useless. At a time where resources are at a premium and waste is a big problem I find it irresponsible to produce "design rubbish".

Today, single households are increasing, family structures are changing and mobility is important, the products of everyday life need to reflect the changes taking place in society. Multifunctional products are a recurring aspect of my collection, not at any price but where it makes sense. A versatile product is not only more exciting to use, it also saves space and money. Ergonomic aspects are also top priority. A well-balanced product is a pleasure to hold and use.

Japanese Influence

A certain affinity to Japanese culture is manifest in my design. Functionalism and a reduction to the minumum are aspects of Japanese design that concur with my own concept of good design. Contemporary design in Japan reflects traditional and spiritual values and this is an aspect that impresses and fascinates me. I imagine that this is the reason why I find Japanese Design so calming and harmonious. I strive to combine the advantages of eastern and western living habits and eating cultures to satisfy the needs and expectations of both european and asian consumers.






Design-Gedanken

Inspiration

Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, findet Inspiration überall - in der Natur, in der Umwelt und in all den kleinen Dingen des Alltags. Allerdings muss man unbedingt die Augen und den Kopf öffnen und empfänglich sein für die ästhetischen Reize, die einem überall begegnen.

Mein früherer Professor, der Bildhauer Hans Joachim Albrecht hat mir einmal gesagt: "Niemand heutzutage nimmt sich die Zeit um zu beobachten, wie ein Blatt vom Baum fällt."

Dieser Gedanke hat mich lange beschäftigt. Es ist wahr, in der Hektik des Alltags werden einige essentielle Dinge übersehen oder ignoriert, obwohl wir von unzähligen faszinierenden Formen und Phänomenen umgeben sind. Nur wenn wir dafür empfänglich sind und bereit sind zu sehen, werden wir sie wirklich wahrnehmen. Ein Stein, eine Muschel, ein Stück Holz, ein Kristall, ein altes Gebäude, jedes dieser Dinge kann die Inspiration für etwas ganz anderes auslösen, wenn wir es nur sehen.

Auch Kunst und Architektur beeinflussen unseren Geschmack und unsere Vorlieben. Die Bauhaus-Bewegung hat starken Einfluss auf mich ausgeübt. Geometrische Grundformen bilden die Basis meiner Arbeit und eine strikte Einfachheit, die jegliche überflüssige Dekoration entbehrt ist in all meinen Produkten zu sehen.

Designprozess

Es kommt selten vor, daß ich mich mit Stift und Papier hinsetze mit der Absicht, irgendwas zu entwerfen. Der Designprozess setzt normalerweise direkt nach dem Augenblick der Inspiration ein - ich sehe etwas und "zack" die Idee ist da! Da dieses theoretisch jederzeit und überall passieren kann, mache ich eine schnelle Skizze in mein "Ideenbuch" und arbeite die Idee später aus.

Ich entwerfe nicht gerne am Computer. Ein leeres Blatt und ein Stift lassen mehr kreative Freiheit zu, finde ich. Der zweidimensionale Entwurf wird schnell von einem Gipsmodell abgelöst, da es für mich ein wichtiger Teil des Designprozesses ist, ein dreidimensionales Objekt zu sehen und anzufassen. Ist das Modell perfektioniert, baue ich eine Gießform, damit ich die ersten Prototypen giessen und brennen kann.

Ich liebe die Herausforderung, die Grenzen des Materials Porzellan auszureizen. Nur wenn ein Prototyp optimal gelungen ist (und dies ist erst nach dem zweiten Brennen zu sehen), gebe ich die Form zur Serienproduktion frei. Dies gelingt durchaus nicht immer auf Anhieb - komplexe Formen brauchen manchmal 2-3 Anläufe, bis sie perfekt sind. Deswegen kann die Entwicklung eines Porzellanproduktes bis zu 3 Monaten oder mehr dauern.

Hohe ästhetische und funktionale Qualitäten sind für mich zwingend. Auf dem Markt sind so viele sogenannte "Designerprodukte", die vielleicht hip aussehen, die aber komplett nutzlos sind. Zu einer Zeit, in der Rohstoffe kostbar sind und Abfall ein großes Problem darstellt, finde ich es verantwortungslos, "Designermüll" zu produzieren.

Heute nehmen Singlehaushalte zu, Familienstrukturen ändern sich und Mobilität ist wichtig. Die Produkte des Alltags müssen die Veränderungen in der Gesellschaft spiegeln. Multifunktionale Produkte finden sich immer wieder in meiner Kollektion, nicht um jeden Preis, aber da, wo es Sinn macht. Ein wandlungsfähiges Produkt macht nicht nur mehr Spaß in der Nutzung, es spart auch Platz und Geld. Auch ergonomischen Aspekten widme ich höchste Priorität - ein ausgewogenes Produkt macht Freude in der Handhabung und in der Nutzung.

Japanischer Einfluss

Eine gewisse Affinität zur japanischen Kultur lässt sich in meinem Design nicht übersehen. Hohe Funktionalität und eine Reduktion auf das Wesentliche sind Aspekte japanischen Designs, die mit meinen eigenen Vorstellung guten Designs konform gehen. Zeitgenössisches Design in Japan spiegelt traditionelle und spirituelle Werte und diese Anschauung beeindruckt und fasziniert mich zugleich. Wahrscheinlich deswegen finde ich japanisches Design so harmonisch und so beruhigend. Ich bemühe mich, die Vorteile östlicher und westlicher Lebensgewohnheiten und Esskulturen zu kombinieren, um den Bedürfnissen und Erwartungen sowohl asiatischer als auch europäischer Konsumenten zu entsprechen.